Avodah Zarah 134

Kapitel 134

א טעמו ולא ממשו אסור ואין לוקין עליו ואם ריבה טעם לפגם מותר
1 wenn aber nur der Geschmack und nicht der Stoff wahrgenommen wird, so ist es verboten und man wird dieserhalb nicht gegeißelt; wenn es aber einen verschlechternden Geschmack vermehrt, so ist es erlaubt. –
ב ולימא אם נתן טעם לפגם מותר הא קמשמע לן דאע"ג דאיכא מילי אחרנייתא דפגמה בהדיה והלכתא כלישנא בתרא דריש לקיש
2 Sollte er doch sagen: wenn es einen verschlechternden Geschmack verleiht, so ist es erlaubt!? – Folgendes lehrt er uns: selbst wenn noch anderes dabei ist, das den Geschmack verschlechtert. Die Halakha ist wie die zweite Lesart des Reš Laqiš.
ג אמר רב כהנא מדברי כולם נלמד נותן טעם לפגם מותר א"ל אביי בשלמא מכולהו לחיי אלא דר"ל אמרו קאמר וליה לא סבירא ליה
3 R. Kahana sagte: Aus den Worten von diesen allen lernen wir, daß, wenn [das Verbotene] einen verschlechternden Geschmack verleiht, es erlaubt sei. Abajje sprach zu ihm: Von allen anderen kann man dies gelten lassen, Reš Laqiš aber gebraucht ja den Ausdruck ‘sie sprechen’, demnach ist er nicht dieser Ansicht,
ד מכלל דאיכא למ"ד נותן טעם לפגם אסור
4 somit gibt es ja jemand, welcher sagt, auch wenn [das Verbotene] einen verschlechternden Geschmack verleiht, sei es verboten!? –
ה אין והתניא אחד נותן טעם לפגם ואחד נותן טעם לשבח אסור דברי ר"מ ר"ש אומר לשבח אסור ולפגם מותר
5 Freilich, es wird auch gelehrt: Einerlei ob [das Verbotene] einen verschlechternden oder verbessernden Geschmack verleiht, ist es verboten – so R. Meír. R. Šimo͑n sagt, wenn einen verbessernden, so ist es verboten, wenn einen verschlechternden, so ist es erlaubt. –
ו מ"ט דר"מ גמר מגיעולי עובדי כוכבים גיעולי עובדי כוכבים לאו נותן טעם לפגם הוא ואסר רחמנא ה"נ לא שנא
6 Was ist der Grund R. Meírs? – Er folgert dies von den von Nichtjuden benutzten Gefäßen; auch diese verleihen ja einen verschlechternden Geschmack; dennoch hat der Allbarmherzige sie verboten, ebenso gibt es auch hierbei keinen Unterschied. –
ז ואידך כדרב הונא בריה דרב חייא דאמר רב הונא בריה דרב חייא לא אסרה תורה אלא קדירה בת יומא דלא לפגם הוא ואידך קדירה בת יומא נמי אי אפשר דלא פגמה פורתא
7 Und jener!? – Dies nach R. Hona, dem Sohne des R. Ḥija, denn R. Hona, der Sohn des R. Ḥija, sagte, die Tora habe nur einen am selben Tage benutzten Topf verboten, bei dem [die Geschmacksverleihung] nicht verschlechternd ist. – Und der andere!? – Auch bei einem am selben Tag benutzten Topfe ist es nicht möglich, daß sie nicht ein wenig verschlechternd ist. –
ח ור"ש מאי טעמא דתניא (דברים יד, כא) לא תאכלו כל נבלה לגר אשר בשעריך כל הראויה לגר קרויה נבילה
8 Was ist der Grund R. Šimo͑ns? – Es wird gelehrt: <i>Ihr dürft keinerlei Aas essen, dem Fremdling, der sich in deinen Toren aufhält, magst du es geben</i>; was für den Fremdling [zum Genusse] geeignet ist, heißt Aas,